WikiLeaks hat mal wieder eine spannende Sache am Start: Eine Präsentation der DigiRights Solutions GmbH aus Darmstadt — ein Unternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, »illegale« Downloads in P2P-Netzwerken ausfindig zu machen und mithilfe des juristischen Werkzeugs »Abmahnung« Rechteinhabern Knete in die Kasse zu spülen.

Sowieso sei eine Abmahnung wesentlich lukrativer als Musik zum Download anzubieten, so die Quintessenz der Präse.

Slide 27 der Präsentation bringt es auf den Punkt:

Vergleich Ertrag legale ./. illegale Downloads

• ca. € 0,60 (netto) pro legal verkauftem Download gegenüber € 90,00 pro erfassten illegalen Download bei Rechtsverletzern, die zahlen
• Der Ertrag bei erfassten und bezahlten illegalen Downloads ist das 150 fache!

Das bedeutet: Wenn 1250 Rechtsverletzer erfasst werden, die zahlen, müssten zur Erwirtschaftung des entsprechenden Ertrages 150000 Downloads legal verkauft werden
• Bei einer Zahlquote von 25% müssten also pro Monat 5000 illegale Downloads eines bestimmten Produktes erfasst werden. Dies ist pro Woche eine Erfassungszahl von 1000, was bei gut laufenden Themen realistisch ist
• Die Zahlquote wird durch Vergleichsschlüsse und Ratenzahler regelmäßig bei einem durchschnittlichen Überwachungs- und Bearbeitungszeitraum von 6 Monaten gesteigert

Wäre ich ein Majorlabel, würde ich sofort und voll umfänglich auf CDs und Downloads via iTunes und Konsorten verzichten. Einfach die Musik via torrentfreak, eMule etc. verbreiten und pro illegalem Download 90 Flocken einziehen. Fein. Dann hätten die A&Rs auch wieder das nötige Kleingeld in der Tasche, um ihre Nase anständig zu pudern und es in Tiefgaragen so richtig krachen zu lassen.

Im Ernst: Selten gab es einen so derart entblößenden Einblick in die degenerierte Denke dieses siechenden Wirtschaftszweig.
Schämt euch. Und dann geht endlich sterben.

(via: netzpolitik.org | via: gulli.com)

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