23.01.2014

Wenn du etwas wissen willst und es durch Meditation nicht finden kannst, so rate ich dir, mein lieber, sinnreicher Freund, mit dem nächsten Bekannten, der dir aufstößt, darüber zu sprechen.

 
— Heinrich von Kleist: Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden (1805)

Nicht nur formen sich Gedanken, indem man darüber mit ‘dem nächsten Bekannten’ spricht – nein, sie verfestigen sich im selben Maße. Und das ist noch viel schöner!
Denn so wird Vages endlich manifest, Unausgegorenes langsam gar.
Angst, über die man redet, verliert nach und nach ihren Schrecken.
Und Zuneigung verstärkt sich wunderbar.

Alles, was es braucht, ist ein Gegenüber. Den anderen. Das Andere.
So einfach eigentlich.
So schwer manchmal.

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