01.02.2025
The audience is listening to:
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Way up on the mountain, trees blow in the breeze
Flag of many colors, stories that we weave
Facing down the truth, heading outward to the sea
I’ll be floating high above the scenery Continental patterns, take a token you admire
Drop it in the coin machine, make the jester smile
Borders fade away, home is where we stay
Sometimes life is only but a dream Here we go, here we go crazy
Here we go, here we go crazy
Can you take the power, can you feel it in your soul? Airplanes in formation, there’s a conflict in the sky
Modern constellation choosing who can live and die
It’s always been this way, ancient spirit map our fate
This ugly new astronomy (Here we go, here we go crazy)
Lost on a mountain, no one can find me
(Here we go, here we go crazy)
Fall from a tower in the middle of a city
(Here we go, here we go crazy)
I can hear the chatter of a broken bowl of ivory
(Here we go, here we go crazy)
Razor blade, renegade, cut yourself daily I’m so far away from here, did you see me disappear?
In the moment that I’m gone, will the memory live on?
Can you feel it in your soul? Can you feel it in your soul? (Here we go, here we go crazy)
Lost on a mountain, no one can find me
(Here we go, here we go crazy)
Fall from a tower in the middle of a city
(Here we go, here we go crazy)
I can hear the chatter of a broken bowl of ivory
(Here we go, here we go crazy)
Razor blade, renegade, cut yourself daily Bob Mould – Here We Go Crazy
The audience is listening to:

»Grok: Draw me Louise Brooks and Anna Karina having a coffee in Rue Mouffetard (Paris) in the 1960s; in b/w, please.«
The audience is listening to:
Haiku (LVIII)
Was die Welt wohl braucht:
Maß an Wut und Zärtlichkeit.
Ein Leuchtturm im Sturm!

56 km noch, dann habe ich mein Ziel erreicht: Ein neues Zuhause. Hoffe ich.
Hinter mir lasse ich fast zwanzig Jahre.
Eine Ehe, zwei Kinder, einen treuen Hund und ein Haus.
Ein Leben.
Ein Konzept.
Eine Hoffnung.
Freude und Schmerz.
Zuletzt zumeist Letzteres.
Ein Tag multipler Abschiede.
Von Orten. Gewohnten Schollen, die einen groß zogen, deren Topographie einen wohl nie verlässt, da sie nachhaltig prägen.
Ruhrpott. Rheinland.
Abschiede von Menschen.
Kollegen, die einem Glück wünschen für den Aufbruch.
Freunde, die traurig sind und weinen, wenn es keiner sieht.
Einige, wenige, die froh sind, dass ich gehe.
Aber auch die eine, bei der ich große Angst habe, sie für immer zu verlieren.
Ebenso jene, die ich beim letzten Blick in den Rückspiegel meines Autos erblicke.
Die auf der Straße zusammenbricht.
Jene zwei, die mir das Gefühl geben, ein Verräter zu sein.
Und mir das Herz brechen.
Massiv.
Dennoch fahre ich weiter.
Weil ich vertraue.
Und nicht weiß, woher dieses tiefe Vertrauen kommt.
Dies alles geschah auf den Tag vor genau zehn Jahren.
Ich fuhr in Richtung Sonnenaufgang.
3650 Tage und Nächte seitdem.
Voller Prüfungen.
Voller Ängste.
Voller Trauer.
Ebenso voller Belohnungen und neuen Verbindungen – aber auch alten.
In einem Drehbuch legte ich einst einer Figur folgenden Satz in den Mund:
»Manchmal besteht der größte Akt der Liebe darin, dass man los lässt.«
Ich wusste damals nicht, woher diese Worte kamen.
Inzwischen weiß ich es.
Es flüsterte mir meine Intuition.
Nun blicke ich zurück.
In Demut und Dankbarkeit.
Für alles.
Ebenso für die Zukunft.

Nihilismus wird niemals eine adäquate Antwort auf spirituelle Krisen sein.
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