Side-Note: Las gerade auf Blickpunkt.Film/The Spot, dass Klaus J. Behrendt beim Kölner Tatort aufhört. Es ist gut 25 Jahre her, es war in Köln-Ehrenfeld (Helios?), irgendein UFA-Fest-Ding, da begegnete ich ihm – und auch dem dicken Dietmar Bär. Beide: Super arrogante Pisser. Überheblich und selbstgefällig over the top. Egal.
Wichtiger war dort die Begegnung mit Nico Hofmann – damals Boss von UFA/TeamWorx. Er kam explizit auf mich zu und bedankte sich persönlich bei mir für das von mir für TeamWorx entwickelte Konzept der Delphintherapie-Serie. Seinen Worten nach: »Sehr subtil, äußerst intelligent und emotional vielschichtig.«
Dann übernahm J.K. als mein betreuender Produzent bei TeamWorx. Er boxte letztendlich seine Schwester beim Pitch bei SAT.1 durch, ich fiel hintenüber, ihre Idee (in etwa: Kommmissar Rex 2.0) floppte.
Später erkrankte er an Krebs, kam aber durch.
Meint: Alles hätte irgendwie anders kommen können. Sollte es aber nicht. Die Gründe sind eigentlich unergründlich, demnach: latte.
Es ist, wie es ist. Und so, wie es ist, ist es gut.
Just trust.
Hab nun drei Spätdienste hinter mir, morgen um 8.00h geht es weiter, das Leben ist schön, es ist eine Frage der Perspektive.
PS: East Forest, Ram Dass – vor 5 Jahren machte ich euch auf diese schöne Collabo mit Jon Hopkins aufmerksam. An der profunden Aussage darin hat sich seither nichts geändert. Sie will weiterhin gelebt werden. Oft auch nur im Kleinen, aber mit präzis eingenordetem Kompass.
Beispiel: Ich saß heute Mittag mit T., einem Kollegen. Er musste jüngst den Sterbeprozess seiner langjährigen Partnerin begleiten – und, da mit Patientenverfügung ausgestattet – entscheiden, ob und wann die lebenserhaltenden Massnahmen für sie abgestellt werden. T. wollte sie nicht weiter leiden lassen und besiegelte quasi damit ihr Todesurteil.
Ich möchte nicht in seiner Haut stecken, diese Verantwortung ist quasi unmenschlich. Doch er traf sie. Aus Liebe zu ihr.
Aus Trauer wird irgendwann – zeitlich individuell – Dankbarkeit. Das gab ich ihm unbeholfen mit, als er ging. Und ich spürte: Seine Dankbarkeit für meine knappen Worte.
Tiefes Schauen. Mehr gibt es oftmals nicht zu tun. Mitleid ist nicht Mitgefühl.
Als ich ihm von meiner Satori-Erfahrung erzählte – als früh morgens, Monate nach Opa G.s Tod – plötzlich eine Taube auf meinem Bücheregal im Schlafzimmer saß und ich intuitiv wusste: Opa will einfach mal (durch die Augen jener Taube), gucken, wie’s mir aktuell geht, wurde T. und mir klar, dass es wohl Erweckungserlebnisse braucht, um sich dieser Allverbundenheit gewahr zu werden. Und sie lächelnd anzunehmen.
Komischer Tag – dienstfrei und leicht zerfleddert.
Nachmittags-Kaffee mit D. im Moh an der Demmering. War abends eigentlich lang schon verabredet mit I. – der aber 5 min. vor unserem Termin absagt – weil Küchenumbau bei Schatzie vergessen. Geht okay. Nun: Dann eben auf die Schnelle ins SBBTK, mal sehen, wer da ist.
Erstmal niemand. Geht auch okay, ich bin fein mit mir allein.
Dann trudeln diverse Nasen rein, von wo auch immer. Erst Small-Talk, dann Deep-Talk. Empathie und Lachen, viel. Verbindungen halt. Kostenfrei und überraschend geschenkt.
Mein Wecker rappelt gleich um fümf – Frühdienst bei den sog. Bekloppten, 20 Toasts wollen ihnen gebraten werden. Mach ich gern.
Trust the flow.
Pläne sind ein Konzept, über die unsere Götter lachen.
Kurz vor Eins. Die verrottete Stadt hält endlich das Maul. Keine Sirenen – von RTWs, der Feuerwehr oder Pozilei – nur schlaflose Blackirds in der Nacht. Was sie treiben? Egal.
Woke-Lindenau reibt sich in Safe-Spaces waidwund. Oder macht anderes. Aus meinen Speakern tönt laut runter auf die Merse Musik der anderen Art. Und lässt neues Gras wachsen.