30.04.2014

Heute genieße ich, im vollen Zug, dennoch, vielleicht, und gerade deshalb, das ist zunächst alles, und so viel.

29.04.2014

Der Blick in den Nebel, nach draußen, in den Wald und über die Felder, war bisher bedrohlich und bleischwer. Nun weiß ich, dass er sich lichten wird, irgendwann, okay, vielleicht spät, aber immer sehr zuverlässig, am Ende. Und plötzlich ist die graue Suppe sogar irgendwie schön, weil so schön vergänglich

28.04.2014

Leer.
Geschrieben.
Und Müde.
Und wieder einen Schritt weiter.
Einen kleinen.
Kein Makel.
Ebenso: Die Mehari’s Rot.

27.04.2014

Verzeihung: Laufend wird es besser.
Die Engel backen Plätzchen.
Leben geht.
Sonntag.

26.04.2014

Das Schicksal spielt ihm gerade nicht in die Hände, es spielt ihm eher Streiche und ganz übel mit. Das ist ihm egal, er nimmt die Karten, die ihm geboten werden, legt trotzig einen Trumpf nach dem anderen auf den Tisch, lächelnd und zufrieden. Das finde ich souverän und bewundernswert.
»Man kann nicht alles haben im Leben, sagst du? Blödsinn! Würde ich so denken, dann wüsste ich nicht, warum ich morgens überhaupt aufstehen sollte. Ich nehme mir das Glück einfach.«
Meine Rolle ist eigentlich die des Helfers. Ich muss noch lernen, viel lernen.

25.04.2014

Die alte Kastanie am Ufer steht in voller weißer Blüte. Sie winkt mir zu, als ich sie joggend passiere. »Hey, warte, ich wollte dir noch was Wichtiges sagen«, ruft sie mir nach. Ich bleibe stehen, wende mich ihr zu, sie neigt mir verschwörerisch einen jungen Ast entgegen und spricht: »Schönheit. Darum geht’s. Angst ist hässlich. Hast du verstanden?« Mit einer Blüte streicht sie mir frech über die Nase und ich muss niesen, befreiend niesen. Dann laufe ich weiter. Schneller. Und schöner.

24.04.2014

Unerwartet saß er mir in der 66 schräg gegenüber, auf der anderen Seite der Bahn, unter uns der trockene Rhein. Minimi trug eine Basecap, er hatte sie tief ins Gesicht gezogen, er wollte unsichtbar, nicht erkannt sein, auch nicht von mir, offenbar. Ich habe ihn jedoch gerochen, genauer: seine Angst. Die Bahn war voll, es gab keine Chance, mich zu ihm durchzukämpfen und ihn in den Arm zu nehmen, was ich so sehr wollte, denn er sah traurig aus und so allein. Als ich einen Moment weg sah, weil mich ein lautes Geräusch aufschreckte, war er verschwunden. Ausgestiegen konnte er nicht sein, wir waren in voller Fahrt und in Höhe des Klosters. Verdammt. Ich werde ihn suchen. Ich werde ihn finden müssen. So schnell, wie möglich.

23.04.2014

Sie stehen in den Startlöchern und warten nur darauf, losschlagen zu dürfen. Es war von Anfang an klar, dass der Waffenstillstand nur temporär sein würde. Dennoch ist die Situation beängstigend. Wird das Gelernte Anwendung finden? Sind alle offenen Flanken gut geschützt? Wird es gelingen, den Krieg als Spiel zu begreifen und nicht als existentiellen Endkampf, wie sonst?

22.04.2014

Back home again.
Backe Brot again.
Fast alles wieder beim Alten.
Ermüdend.
Bis auf die Fledermäuse:
Ihr Kommen ist früh in diesem Jahr.
Und so ungemein frisch und elegant.

21.04.2014

Vertrödelnd, verfressen, verpennt und versoffen – und dies nahezu ohne schlechtes Gewissen. Verdammt!