Healing force – part 4

 
Die Tricks des Glücks.

Bridged by a subtle guitar shimmer, the band takes off again into an outstanding coda that’s quite distinct from, but complementary to, the song. This, when done well, is the single greatest trick in music. And at this moment that Daniel Land And The Modern Painters cease to be „promising“, „a good up-and-coming band“, and join the ranks of the truly great.

 
Manchester Music



Daniel Land & The Modern Painters: Benjamin’s Room (aus: »Love Songs For The Chemical Generation« — feat. Ulrich Schnauss)

Die Dia-Show des Videos ist echt für’n Arsch. Hier geht’s nur um die Musik.

Genial sakral

Von Jónsi & Alex schrieb ich bereits. Das Stück »Boy 1904« ist ein schönes Beispiel für die majestätische Wucht ihrer Musik. Arvo Pärt winkt freudig im Hintergrund. Da mag man ja fast schon wieder katholisch werden.

Es wird mir ein Geheimnis bleiben, wie die beiden das Album »Riceboy Sleeps« unter den Palmen von Hawaii abmischen konnten. Ich assoziiere alles bei diesen Klangwänden – nur keine sengende Sonne und Hula-Mädchen.

It’s all about beauty

Es gibt so viele stille Momente …

… und scheinbar unscheinbare Dinge, die einen zum Weinen bringen. Vor Glück – wenn man genau hin sieht und das Schöne erkennt.

Besonderer Dank an Chaz Bundick (aka Toro Y Moi). Sein neues Album »Causers of This«, das Ende Februar 2010 auf Carpark Records erscheint, ließ mich sein Blog besuchen. Dort entdeckte ich die beiden Videos – und mit »16: Moments« von William Hoffman auch die Musik von Jónsi & Alex (ihr majestätisches Album »Riceboy Sleeps« ist dringend zu empfehlen).
Was für ein Samstag voller wunderbarer Zufälle …

Wir alle werden sterben

Ein Bekannter von mir führt seit einiger Zeit einen regelrecht missionarischen Feldzug gegen Pseudo-Wissenenschaft, Esoterik, Homöopathie, Mayamumpitz — und zuletzt auch gegen Impfgegner. Vieles, wogegen er ankämpft, hat seine Berechtigung. Es ist schon wahr: Ein Großteil dieser »verblendeten Jünger« sollte im Grunde keine Heilsteine lutschen, sondern sich lieber — und bevor sie von einer Spiritualität faseln, von der sie keinen blassen Schimmer haben — erst mal einer umfassenden Psychotherapie unterziehen. Das hat schon Ken Wilber konstatiert.

Allerdings glaube ich inzwischen, dass sein Eifer etwas übers Ziel hinaus schießt. Das habe ich versucht, ihm bewußt zu machen. Vergeblich. Als Essenz blieb unterm Strich: Dogmatismusvorwurf auf beiden Seiten. Sehr schade.

Gerade habe ich »The Fountain« von Aronofsky im WDR gesehen. So verquast dieser Film auch stellenweise ist — in einem Interview macht Aronofsky eine interessante Aussage, die vielleicht erhellt, worum es mir geht:

In some ways, we saw science as being like a religion, and how you can become dogmatic with it, and you can forget its relationship to the larger world. And for me, that’s reflected in a critique of how in the West, with the power of modern science, we’ve become detached from a major part of our spiritual existence. Because the reality is, no matter how much we fight death and put it in the corner and make believe it doesn’t exist, we all die. And the thing that makes us human is our mortality. But I think we’ve become disconnected from our mortality by hiding the fact that it’s part of our spiritual journey.

 
Darren Aronofsky (Interview im Seedmagazine)

Auch Wissenschaft kann als Religion missbraucht werden. Selbst, wenn sie strengen Regeln und sogenannter Objektivität unterliegt, ist sie auch nur ein weiterer Weg, sich dem Numinosen anzunähern. Vielleicht der momentan beste. Jedoch löst sie nicht alle Fragen. Aber, man kann  sich dran klammern und hoffen, dass man aufs richtige Pferd setzt.

Wie auch immer: Sterben werden wir alle. Das ist auch gut so.
Dann nämlich werden wir (vielleicht) sehen, wer Recht hatte.