Babulski überweihnachtet in Heidiland

© pppspics [http://www.flickr.com/photos/patsch/233686727/in/set-72157594268065417] CC-BY-DEEDZack, wieder ein Jahr weg. Ist schon komisch: Je älter ich werde, desto schneller scheint die Zeit zu rasen. Dieses Phänomen hat nichts mit Einstein zu tun und ist einfach erklärt: Als Zehnjähriger sind fünf Jahre immerhin ein halbes Leben.

Rückblickend werde ich 2009 als Jahr des Hamsterrades in Erinnerung behalten: Es hört so auf, wie es anfing. Mit knackiger Kälte und illustrem Irrsinn an allen Ecken.

Heute mittag geht es ab in die Schweiz – genauer: nach Langenthal, BE. Die Schweizer mögen vielleicht keine Minarette im Dorf, dafür verstehen sie aber besser zu leben als die Deutschen. Man nimmt sich halt Zeit. Und dies ausgiebig. Kein Makel.

Mein Handy bleibt aus. Und auch das Internet wird ohne mich überleben, die paar Tage.

Back on deck Anfang Januar.
2010 werden Zähne gezeigt. So kann es ja nicht weiter gehen!

Bis dahin: Gehabt euch wohl. Und übt euch tapfer in zivilem Ungehorsam.

16 Songs von Peter Broderick als freier Download

© Peter Broderick [http://www.flickr.com/photos/peterbroderick]Als ich das Album »Home« (Type Records) von Peter Broderick vor einem Jahr zum ersten Mal in den Player schob, erwartete ich nichts Großes – die Scheibe des gerade mal 22 Jahre jungen Amerikaners im dänischen Exil war von Thaddi auf De:Bug irgendwie schon zu subtil gehyped worden. Das macht mich generell skeptisch. Trotzdem wollte ich wissen, ob nicht doch – und wenn ‚ja‘: was –  dran war an seiner Musik.

Kurz gesagt: »Home« zog mir ungefragt die Socken runter und läuft seitdem hier in Heavy Rotation. Um eine Idee von Peters Musik zu bekommen: Stell sie dir als inoffizieller Soundtrack für »Into The Wild« von Sean Penn vor.

Was mich besonders verblüfft, ist die Tatsache, wie man in so jungem Alter Musik derartiger Deepness hin kriegt. Peter ist nicht nur ein begnadeter Multiintrumentalist, sondern schafft es, den Hörer ganz tief drinnen ganz tief zu berühren. Das gibt es nicht so oft.

Das Musik-Blog Victory Rose macht mich gerade darauf aufmerksam, dass Peter eine Flickr-Foto-Site pflegt – und dort auch regelmäßig Songs zum freien Download anbietet. Ingesamt sind es nun 16 Songs bzw. Fragmente, die Peter dort eingestellt hat. Sie pendeln zwischen Neo Folk und Modern Classics, sind teilweise extrem gut produziert, andererseits auch in sehr rohem Zustand.
Was alle allerdings verbindet: Sie sind wirklich extrem höhrenswert.

What gets you angry?

Attilio Bruzzone (port-royal)

Firstly, the fact that almost every one of us, even in this Western wealthy world must spend our best days doing empty jobs that give us nothing as human beings. The old Marxist concept of alienation should be surely updated but never forgotten, since it is more valid now than in the past! Secondly, that we’re producing tons of useless things that we’re softly obliged to buy with the money we got from those empty and estranging jobs in a circle where there is no salvation. The last joke is that the parameter to judge if an economic system is ‚healthy‘ or not consists of calculating how much money we spent on these products. In one word: how much we consume.

 
Attilio Bruzzone von port-royal im Interview mit Andrew Laughlin auf youlikewelike.com