01.10.2025
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»If it’s meant to be we’ll meet again.« Angenehme Heimreise, kleine Fahrradfee!
Briefe an die Töchter (VIII)
Willy hat Googles Podcast-LLM ‚Notebook‘ auch entdeckt. Fein. Er hat die KI genutzt, seinen Output zu analysieren (wie ich meinen Blog, falls ihr euch erinnert).
Ergebnis: https://x.com/snicklink/status/1969388352345457124
Okay. Viel Schwafelei und Blabla. Gähn.
Es hätte gereicht, als Kontext Texte von Guy Debord hinzuzufügen, z.B. diese –
• https://drive.google.com/file/d/1d0l75vfMGBSMHiqXqIYJgahSj1OEsS8Z/view?usp=sharing
• https://drive.google.com/file/d/1O3CI5jF2UjgXt2Fx2OLMCkrKinNdG41c/view?usp=sharing
– aus den 1960er Jahren; Vorläufer bzw. Reflexion der 68er-Bewegung; Situationistische Internationale und so.
Kurz: »Die Gesellschaft des Spektakels.«
Lasst euch nicht verarschen, von wem auch immer.
Die Antworten sind seit ewig vorhanden und finden sich: innen (Intuition/Herz).
»A Gathering of the tribe«, das ist die größte Angst von »those in charge«.
Verbindungen stärken. Sich nicht teilen lassen.
Bleibt stark.
Ihr dreht den Grill, indem ihr dem kranken Motor dahinter die Batterie raus schraubt.
PS: 21.09.2025 – Willkommen im »Deutschen Herbst 2.0«.
Julianna Barwick & Mary Lattimore – Perpetual Adoration (Live Session From San Diego, CA)
Haiku (LX) – [generiert durch AI-Gemini 2.5-Flash]
Pedale drehen sich,
die kleine Welt steht still,
ein Lächeln fliegt heim.
Der Prompt lautete:
»Schreib ein Haiku, es schildert folgende Situation: Ein kleines Mädchen, veilleicht drei Jahre alt, fährt erstmalig ganz allein, ohne Hilfe oder Stützräder, Fahrrad. In einem Bruchteil einer Sekunde begreift das Kind, was geschehen ist: Sie kann wirklich Rad fahren! Stolz und voller Glück blickt sie zur Mutter, die hinter ihr radelt und ebenfalls glücklich ist.«
Okay. Verstanden.
Selbst, wenn das Vers-Schema nicht stimmt:
Ich suche mir zukünftig besser ein neues Format.
Briefe an die Töchter (VII)
Sidenote: Ich sah gerade erneut diesen speziellen Set von Ben Böhmer beim Sónar-Festival 2024 in Barcelona und ich fragte mich, warum berührt mich das so eigenartig?
Einerseits, weil ich denke, dieser junge Ben könnte idealerweise ein Leuchtturm sein, für das, was Deutschland der Welt anbieten sollte: Jene Ideen von Love, Peace, Unity und Equality. Also: Nicht Kriegstüchtigkeit als Etikette, sondern Friedfertigkeit und jene besondere Qualität an Empathie und Verständnis aufgrund von Geschichte.
Zweitens, und vielleicht etwas zweifelnd: Dieses Festival hat etwas Elitäres; die Tickets für’s Sónar sind nicht billig und eher etwas für die Rich-Kids aus NATOstan im RyanAir-Modus – und nicht für die Plebs in den Banlieues von Paris oder Outskirts in Duisburg-Marxloh.
Jedoch: Vielleicht existiert ja doch dieser oft postulierte »trickle-down-effect«: Dass einige von diesen bevorzugten »Social Media Influencern« in authentischer Erkenntnis begreifen, was wirklich wichtig ist und möglicherweise ihren Einfluss an ihre Community weiter geben. Also, etwas davon sukksesive nach »Unten« weiter gegeben wird.
Etwas Verbindendes.
»We are one, at last.«
Vielleicht bin ich ein hoffnungsloser Optimist.
John Lennon war auch so einer.
Er wurde am 8. Dezember 1980 (K’s. Geburtstag) von einem verirrten Fan erschossen.
Ich habe, Gott sei Dank, keine Fanbase.
Vielleicht ein strategischer Vorteil.
Abgerechnet wird, wie stets, am Schluss.
Ganz am Schluss.
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Briefe an die Töchter (VI)
Seit mehr als 15 Jahren betreibe ich dieses Internet-Tagebuch. Damals war die digitale Welt noch eine andere, jungfräulicher, anarchischer. Auf meine Texte, Gedanken, Photos etc. kam bis ca. 2013 noch überraschend viel Feedback, von Unbekannten, als Kommentar zu den Beiträgen, die ich über dieses Medium erreichen konnte.
»Hey. Das Danke ist an mir (als passiv-konsumierendem Nutznießer ; ).
Ich sammle solche Menschen, wie Dich, wie Juwelen in einer kleinen Schachtel. Ab und an werfe ich einen Blick rein und betäube damit das „Stranger In A Strange Land“-Gefühl erfolgreich. Also Danke für’s Teilhaben lassen. ; ) Merci für den neuen Eintrag. Und einen lieben Gruß an Herrn Prunus. Ich bin immer mal da und gucke.« (2010) Die Zeiten haben sich geändert, es ging alles Richtung Monopol-Portale (MySpace, Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest, Twitch, TikTok…)
Werfe ich heute einen Blick auf die rohen Log-Files (die ich ohne Google-Analytics analysieren kann), stelle ich fest: Meine Leserschaft besteht aus:
– J. J. und I.
– M. und S. (ihr kennt sie)
– Bands, über die ich schrub (vornehmlich aus Italien)
– ihr, hin und wieder, wenn angestuppst
Überschaubar, also. An einer Hand.
Social-Media-ökonomisch: Ein Fail sondergleichen. Einstampfen.
Aber: Ich mache weiter.
Weil ich kann.
Und muss.
Und wiederum NICHT muss, sondern spiele, nicht kalkuliere.
Selbst, wenn es nur drei Menschen sind, die ich berühren konnte – das ist es wert.
Es geht um Qualität, nicht Quantität.
In diesem Sinne: Kommt gut durch die Nacht, in den neuen Tag.
(»Life’s what you make it« – Talk Talk)
Briefe an die Töchter (V)
Momentaufnahmen (es sind meist die kleinen Details, die einen Unterschied machen):
Nach der Beisetzung von P. hatte ich noch das Verlangen nach einem friedlichen Sunset. Bester Ort dafür – neben meiner Lodge (die gerade schlanke 35° aufweist) – ist natürlich der herrliche Garten hinten in der L29. Gesagt, getan. Die G…traße runter, dann rechts, letztlich links – voilà.
Allerdings: Am Ende der G…straße ist seit gut einem Jahr eine Baustelle, mit Zaun drum, alles recht eng, Fussies und Biker müssen sich einen schmalen Bürgersteig teilen. Am Ende, direkt gegenüber vom hippen Pizza-Palast »P.«, ist ein ebenso hippes Diamant-Rad an ein Straßenschild gekettet. Mit meinem Rad komme ich gerade so dran vorbei. Mit Kinderwagen, geschweige einem Rollstuhl, ist es kaum möglich.
Wie es mein Achtsamkeits-Gen verlangt, kann ich das nicht umkommentiert lassen. Also stoppe ich bei diesem hippen Pizza-Palast und spreche eine Bedienung auf das Problem an – mit der Bitte, vielleicht mal bei den Gästen zu fragen, ob wem dieses Rad gehört; dass er/sie/es dieses umparken möge – eben aus den genannten Gründen. Die Service-(Frau?), mit prägnantem Pony, nahm meinen Hinweis emotionslos entgegen, sie würde sich drum kümmern.
Im geliebten Garten der L29 bog dann die Sonne bei einem Bier in die Zielgerade dieses Tages. Ein plötzlicher Wind kam auf, böse Böen. Am leeren Nachbartisch fiel dadurch eine Vase mit schönen Holunderblüten um und auf den Tisch. Ich wollte mich gerade drum kümmern – eine junge Frau – euer Alter – kam mir zuvor. Sie sprang sofort von einem weiteren Tisch auf und richtete die Vase. Das fand ich beeindruckend.
Beeindruckender war jedoch, was danach geschah. Ich machte mich auf, um meinen Deckel bei der charmanten Charlotte zu plätten (als ich eingangs kam und ihr erzählte, ich käme quasi direkt von einer Beisetzung, war ihr erster Impuls: »Brauchst du was? Kann ich was für dich tun?« Ein toller Mensch).
Beim Zahlen kamen sie und ich locker ins Gespräch: Über den Verlust »Dritter Räume«, Pats Laden unten bei mir, wo J. demnächst einen Set fährt, als weiblicher DJ; Frauen, die anders »legen« – so was halt.
Es dauerte einen Moment, bis ich begriff, dass die junge Dame, die den Holunder am Nebentisch wieder in die Vertikale brachte, neben mir stand, und dem Gespräch von Charlotte und mir aufmerksam folgte. Sie klinkte sich mit der vorsichtigen Frage »Darf ich dazu was einbringen?« in unser Gespräch ein. Na klar, nur zu!
Sie wäre erst seit Kurzem in Leipzig, aufgewachsen und zugerichtet worden sei sie in Dresden, sie definiere sich als »cis«. Wir sprachen über Safe-Spaces, offene Räume. Zunehmend verengte Diskurse, Bubble-Bildung.
Wir gingen nicht im allem d’accord. Das war auch nicht wichtig – es war der beiderseitige Mut zur Offenheit, zur respektvollen Ehrlichkeit und letztlich das lächelnde commitment: »We agree to disagree (dies nicht in allen Punkten, nur wenigen, wohlgemerkt).
Auf dem Rückweg heeme fuhr ich intuitiv erneut am inkriminierten Straßenschildmast vorbei.
Siehe da: Das hippe Fahrrad, das den Gehweg ganz und gar nicht inklusiv versperrte, war weg.
Dieser Tag ist nicht verloren.
Reden hilft.
Jede Begegnung hinterlässt Spuren.
Briefe an die Töchter (IV)
Hab K. heute zufällig auf der Kö getroffen. Sind im SBBTK eingekehrt. Auf ein schnelles Getränk. Gesprochen über dies und das – u.a. Vergänglichkeit, Wandel. Plötzlich fiel etwas vom Baum. Es war ein Spatz. Er landete vor uns auf dem Asphalt, mit einem Geräusch, das in etwa wie »Pfump« klang und Knochenbruch. Ein letztes Zucken im Gefieder, dann Reglosigkeit. Der Vogel transformierte sich regelrecht vor unseren Augen. Es ist ein Wimpernschlag, dieser Übergang von Leben zu Tod.
Demut.
Memento mori.
Dann, Richtung heeme, schneller Zwischenstopp im N. – kurz checken, ob meine Photos noch (akkurat) hängen: Tun sie.
P.B. (ein lokaler Künstler/Restaurator) steht plötzlich neben mir. Auch wir quatschen über dies und das. Dann haut er überraschend einen Satz von Adorno raus, in Bezug auf die Lesung vor ein paar Tagen über Abe Sada, die wir gemeinsam sahen: »Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein.«
Theodizee in a nutshell – an einem ordinären Samstag.
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PS: Happy Helvetia-Day!